Bürgergespräche mit Reinhard Schaake: Schnelles und stabiles Internet  vordringlichstes  Anliegen in „ACO Stadtteilen“

Bürgergespräche mit Reinhard Schaake 

Schnelles und stabiles Internet  vordringlichstes  Anliegen in „ACO Stadtteilen“. 

In Istha stand das Thema ganz oben auf der Agenda, gefolgt von dem Wunsch nach neuen Bauplätzen für Familien. In dem neu aufzustellenden Flächennutzungsplan sollen entsprechende Bauflächen vorgesehen werden, so Reinhard Schaake. Festhalten lässt sich in Istha rückblickend, dass die vorbildlich funktionierende Ortsgemeinschaft viel erreicht hat. Über die Dorferneuerung wurde der Ortskern nachhaltig gestaltet. Besonders die Ansiedlung einer Kinderärztin und eines  Allgemeinmediziners sind ein großer Gewinn, ebenso das von der Ortsgemeinschaft durchgeführte Open Air Kino.

In Ippinghausen ist neben der Breitbandversorgung eine bessere Verkehrssicherheit Wunsch der Bürger. In der Leckringhäuser-, Naumburger- und Waldecker Straße wurden verschiedene Maßnahmen geprüft, die Ergebnisse werden in Kürze mitgeteilt. Die sich im Bau befindlichen Hochwasserschutzmaßnahmen sollen in diesem Jahr fertiggestellt werden, so der Bürgermeister.  Das Anliegen vieler Ippinghäuser, in diesem Rahmen auch den Elbebach auszubaggern, hat nach einer Prüfung ergeben, dass die Schlammablagerungen zu einem Teil entfernt werden dürfen, wenn diese ein bestimmtes Volumen überschreiten. Dazu wird es in Kürze eine Überprüfung geben. Aufwachsende Gehölze wurden entfernt, Anlandungen am Wehr für Löschwasser in Abstimmung mit der Feuerwehr entnommen. Die Förderung in Höhe von 85% dürfe nach Ansicht des Bürgermeisters keinesfalls gefährdet werden.

In Viesebeck ist neben einem stabilen und schnellen Internet der Ausbau der Wolfhager Straße vordringlichster Wunsch, gefolgt vom Abriss des Hauses Ecke Rauteweg/Landauer Straße verbunden mit der Aufhebung der Straßensperre. An einer Lösung arbeiten Ortsbeirat, Stadtverwaltung und Landkreis.

Die Reinigung von asphaltierten Wirtschaftswegen, die Entfernung von umgefallenen Bäumen und ein massiver Heckenschnitt wurden als notwendige Maßnahmen vorgetragen.  Überlegungen zur zukünftigen Entwicklung der Bereiche „Pommernanlage“, Hiddeser Feld“ wurden erläutert, ebenso die Erstellung eines neuen Flächennutzungsplanes für Stadtteile und Kernstadt.

In Leckringhausen wird eine weitere Straßenlampe zwischen Friedhof und Kirche gewünscht. Das Hugenottenstübchen solle  erhalten bleiben, für die Wohnung in der alten Schule wird von den anwesenden Bürgern eine Nachvermietung favorisiert. Des Weiteren wird angebracht, dass einige Feldwege ausgebessert werden sollten. Habichtswaldsteig, Hugenotten und Waldenserpfad sowie die Chancen einer touristischen Arbeitsgemeinschaft waren Thema.

Auch die engagierte Ortsgemeinschaft Philippinenburg/thal äußerte die Notwendigkeit einer verbesserten Internetanbindung. Der Wunsch zur Sanierung  der Straße zwischen Philippinenburg und Philippinenthal wurde mitgeteilt. Das im Rahmen der Dorferneuerung vorbildlich sanierte Dorfgemeinschaftshaus ist ein großer Gewinn für die Kolonie. Bei durchzuführenden Reparaturen und Unterhaltungsmaßnahmen im Haus wird vor der Ausführung von Maßnahmen ein besserer Informationsfluss gewünscht.  Bürgermeister Reinhard Schaake berichtete, dass in Gasterfeld der Förderverein den neu geschaffenen Bürgertreff erfolgreich eigenständig verwaltet und dass sich in Viesebeck und Wenigenhasungen entsprechende Verträge momentan Abstimmung befinden. Er schlug die Entwicklung eines solchen Models zur Bewirtschaftung des DGHs auch für Philippinenburg/thal vor. 

In Niederelsungen wurde nach dem Sanierungszeitpunkt des reparaturbedürftigen Daches des Haus des Gastes gefragt. Der Bürgermeister teilte mit, dass die nötigen Mittel im Haushaltsplan vorgesehen sind. Gewünscht wurde die Sanierung der Dorfstraße. Zum Ausbau der innerörtlichen Straßen wird eine neue Prioritätenliste durch die Verwaltung erstellt. Zur neuen Priorisierung des Ausbaus  der überörtlichen Kreis und Landstraßen wird es in den nächsten Wochen ein weiteres Gespräch mit Hessen Mobil geben, so Reinhard Schaake. Auch die Frage, ob das Schwimmbad in diesem Jahr wieder öffnen würde, wurde gestellt. Reinhard Schaake teilte mit, dass durch den Magistrat im Haushaltsplanentwurf der Einbau von neuen energiesparenden Umwälzpumpen vorgesehen sei. Von einer regulären Öffnung des Bades ist auszugehen.

In Altenhasungen wurde die Dachsanierung des Feuerwehrgerätehauses angesprochen. Die Maßnahme solle noch in diesem Jahr durchgeführt werden, so der Bürgermeister.

Eine Bürgerin betonte die Wichtigkeit des Erhalts der gastronomischen Einrichtung im Ort. Sie sprach sich dafür aus, auch in den Stadtteilen für mehr Gäste  zu werben. Die Idee, auch über die anstehende touristische Arbeitsgemeinschaft (TAG) für Führungen im Naturschutzgebiet zu werben, wurde diskutiert. Das wunderschöne Gebiet könne mit einem speziellen Angebot auch Gäste für die Gastronomie anziehen. Hierzu könnten mit der Abteilung Tourismus im Rathaus, entsprechende Produkte entwickelt werden. Die Straße zwischen Altenhasungen und Istha wurde auf ihren schlechten Zustand hin angesprochen. Reinhard Schaake berichtete, dass seinerzeit ein Vollausbau mit neuer Planung vorgesehen war. Inzwischen gäbe es Hinweise, dass „Hessen Mobil“ lediglich über eine Fahrbahndeckensanierung nachdenkt. Konkreteres erwartet er in dem in den nächsten Wochen anstehenden Gespräch mit der Behörde.

Auch in Bründersen wird ein schnelles und stabiles Internet als wichtigste Voraussetzung für den Ort gesehen. Die Zurückstellung des Ausbaus der Molkereistraße ist nach Auffassung der Anwesenden angemessen und vertretbar.

Auf Nachfrage informiert Reinhard Schaake, dass der Wolfhager Bahnhof unter Denkmalschutz steht und hier keinesfalls ein Minarett oder eine Glaskuppel im Dach errichtet werden darf. Das Gebäude wird das äußere Erscheinungsbild wie bisher behalten. Die Aktivitäten und jüngsten Äußerungen einiger Ditib-Mitglieder in Großstädten bezeichnete Reinhard Schaake als unakzeptabel. Solchen Positionen wird er keinerlei Raum geben. Er fordert und setzt sich ein für einen offenen Dialog und Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern insbesondere mit den seit Jahrzehnten hier lebenden Menschen mit türkischen Wurzeln, um auch weiterhin ein gutes Miteinander in Wolfhagen zu leben. Ausgrenzung und „Mauerbau“, wie in einigen Regionen dieser Welt forciert, seien für ihn die falsche Antwort. Er berichtet, die Fraktionen in der Wolfhager Stadtverordnetenversammlung ständen zu dem im Juni 2016 gefassten Beschluss zur Unterstützung der Sanierung des inzwischen sehr heruntergekommenen Gebäudes. Problematisch gesehen wird in Bründersen die mangelhafte Bereitstellung von privatem Bauland für Bauwillige. Reinhard Schaake betont, dass ein neuer Flächennutzungsplan für die Gesamtstadt geplant sei, in dem eine Lösung für dieses Problem geschaffen werde. Angefragt wird, ob eine Erdgasversorgung für Bründersen angedacht sein. Reinhard Schaake teilt mit, dass Ippinghausen sich derzeit in der Ausbauphase befinde und Bründersen als nächster Stadtteil zur Prüfung anstehe. Mit Blick auf das DGH wird berichtet, dass eine syrische und eine afghanische Familie die freien Wohnungen im bezogen haben.

Auch in Wenigenhasungen steht das Thema „schnelles Internet“ ganz oben auf der Tagesordnung der Dorfentwicklung. Die Fertigstellung und Vorlage des vom Landkreis in Auftrag hierzu in Auftrag gegebenen Gutachtens ist für März 2017 angekündigt, eine Information über das Ergebnis erfolgt, so Reinhard Schaake.

Wie kann für Wenigenhasungen die Nachfrage nach Bauplätzen in Zukunft positiv beantwortet werden? Diese Frage lag den Anwesenden mit dem Ortsvorsteher besonders auf dem Herzen. Mit der Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplanes, für den Mittel im Haushaltsplanentwurf 2017 vorgesehen sind, soll eine Antwort auf die Frage gefunden werden, informierte der Bürgermeister. Er wies darauf hin, dass sich die Ausweisung neuer Flächen sehr schwierig erweist solange es noch in der Ortslage unbebaute Flächen gibt.

In einem ersten Schritt müsse mit den Grundstückseigentümern gesprochen werden, um zu klären, ob eine Verkaufsbereitschaft besteht. Danach können weitere Schritte unternommen werden. Moniert wurde der Zustand der Kreistraße nach Philippinenburg, hier sei Handlungsbedarf geboten, so die Teilnehmer.

Gefragt wurde auch danach, ob sich die Stadtwerke weiterhin so innovativ wie in der Vergangenheit entwickeln sollen? Reinhard Schaake teilte mit, dass kürzlich in der Pommernanlage zwei Blockheizkraftwerke installiert wurden, weiterhin sei eine Förderung für den Einsatz von E-Autos für Wolfhager Unternehmen in Vorbereitung. Eine E-Bike Förderung sei in der Prüfung und solle für 2018 realisiert werden. Der innovative Weg werde weiter beschritten, allerdings unter stärkerer Fokussierung der Wirtschaftlichkeit.

Der Aufbau weiter LED Straßenlampen wurde gewünscht, insbesondere um die Verkehrssicherheit an markanten Stellen, wie z. B. im Bereich der Drogenhilfe, zu erhöhen. Eine Prüfung über die Stadtwerke diebezüglich, sagte der Bürgermeister zu.

Die Innenstadtentwicklung war das Kernthema in der Wolfhagen.

Reinhard Schaake erläuterte, inzwischen sei klar, das Krankenhaus bleibt auf dem Ofenberg. Neue Investitionen am jetzigen Standort seien in Planung. Für das Grundstück in der Kurfürstenstraße, ehem. Hof Waßmuth, gäbe es neue Überlegungen für die künftige Nutzung. Der Aufstellungsbeschluss für das Bauleitplanverfahren für diesen Bereich sei in Vorbereitung. Überprüft werden solle, den an die Kurfürstenstaße angrenzenden Grundstücksteil für Handel und Dienstleistung zu entwickeln. Im dahinterliegenden Teil könnte ein Projekt für das Wohnen im dritten Lebensabschnitt, ggf. auch für mehrere Generationen, entstehen. Für den dann noch freie Bereich bis zum Neubaugebiet Herderstraße könnte eine weitere Wohnbebauung entstehen. Die Nachfrage nach Grundstücken sei derzeit sehr gut, erklärte Reinhard Schaake.

Thema war die Innenstadt. Das sich im schlechten Zustand befindliche denkmalgeschütze Fachwerkhaus zwischen „Alter Wache“ und „Altem Rathaus“ wird von vielen Bürgern als Schandfleck angesehen. Eine Sanierung seitens des Eigentümers wäre wünschenswert. Inwieweit über das Programm „Aktive Kernereiche“ Fördermittel einfließen könnten, müsse geprüft werden, so der Bürgermeister. Als Nutzungsmöglichkeit wurde die Schaffung von weiteren Übernachtungskapazitäten vorgeschlagen. Auch eine Art Jugendherberge wurde angeregt. Reinhard Schaake berichtet, dass über das Programm „Aktive Kernbereiche“ allein im privaten Bereich über 2,5 Mio. Euro insbesondere für eine verbesserte Wohnraumsituation in der Innenstadt investiert wurden. 211.000 € wurden als Zuschuss durch die Stadt Wolfhagen gewährt, von dieser Summe trägt das Land Hessen einen Anteil in Höhe von 70%. Das Programm sei ein Segen für unsere Innenstadt, ein besserer Finanzierungshebel sei kaum vorstellbar, betonte Reinhard Schaake.

Verunreinigungen in den Teichwiesen wurden beklagt. Eine stärkere Überprüfung werde veranlasst, so das Stadtoberhaupt. Um mehr Leben in die Innenstadt zu bringen, sei der Beitritt zur touristischen Arbeitsgemeinschaft (TAG) mit einer überregionalen optimierten Vermarktung der Region vorgesehen. Ziel sei es, mehr Tagestouristen die Stadt zu gewinnen.

Beim Dämmerschoppen in Nothfelden stellte sich wie in den vielen anderen Stadtteilen das Thema Internetgeschwindigkeit und Verbindungsstabilität als wichtigstes Kernthema heraus. Zunächst müsse das vom Landkreis in Auftrag gegebene Gutachten vorliegen, welches noch in diesem Monat erwartet werde, so Reinhard Schaake.

Der Stadtteil Nothfelden richtet in 2018 den Feuerwehrverbandstages aus. Eine große Aufgabe für den Ort, der sich mit hoher Motivation auf die Großveranstaltung vorbereitet.

Ein weiteres wichtiges Anliegen der Dorfgemeinschaft ist die Zukunft des Dorfgemeinschaftshauses. Vor einigen Jahren wurde eine Machbarkeitsstudie dazu erstellt. Reinhard Schaake betont, dass die Modernisierung des Hauses nur mit einem wirksamen Förderprogramm und entsprechenden Eigenleistungen der Ortsgemeinschaft möglich sein wird. Er strebt an, die Gesamtstadt für das Dorferneuerungsprogramm anzumelden, um so auch für Nothfelden eine finanzierbare Lösung zu entwickeln. Ortsvorsteher Wolfgang Vogel erinnerte daran, dass im Rahmen des Windparkbaus vom damaligen Geschäftsführer der Stadtwerke in Aussicht gestellt wurde, aufgrund der Nähe des Stadtteils zum Windpark Nothfelden zu unterstützen.

Die geplante Gebührenerhöhung für die Nutzung der Kindertagestätten wurde von einem Teilnehmer kritisch beurteilt. Bürgermeister Schaake erläuterte, dass das größte Defizit im städtischen Haushalt in Höhe von jährlich rd. 1,6 Mio. Euro im Bereich der Kindertagesstätten entstehe. Die Tendenz steigend. Um eine theoretische Kostendeckung in diesem im Bereich zu erzielen, müsste die monatliche Gebühr für einen Kita Platz monatlich 579,– € betragen. Die Grundbetreuung liegt z. Z. bei 102,– € monatlich. Wird zugunsten der Kita Gebühren gewünscht Ausgaben zu reduzieren bzw. andere freiwillige Leistungen abzuschaffen, müsse auch klar gesagt werden, auf welche Leistungen verzichtet werden solle.

Reinhard Schaake erläuterte die Pläne zum „Wohnen im dritten Lebensabschnitt“ und die Ziele eines neuen Flächennutzungsplanes für die Gesamtstadt. Sein Wunsch ist es, auch für Nothfelden in den nächsten Jahren eine Lösung zu entwickeln, in der ein Förderverein die Bewirtschaftung des DGH übernimmt. Dies sei auch eine Voraussetzung, um zukünftige Fördermittel bewilligt zu bekommen.

Auch zum kommenden Bürgergespräch lade ich Sie

herzlich ein und freue mich auf Ihr Kommen.

Es findet in Gasterfeld, am 14.03. 19.30 Uhr, im Gasthaus bei Helga, statt. Konkrete Anliegen, Fragen etc. können Sie mit mir besprechen.